Leistungen für Arbeitgeber

Das Jobcenter ist auch Ansprechpartner für Unternehmer, wenn es um Einstellungshilfen geht, die die Beschäftigung etwa von Langzeitarbeitslosen oder Menschen mit Behinderung ermöglichen sollen.

Der Arbeitgeberservice bietet Ihnen viele verschiedene Fördermöglichkeiten an. Voraussetzungen für eine Förderung sind ein Beratungsgespräch und die entsprechende Antragstellung durch den Arbeitgeber.

Eingliederungszuschuss

Was:

Der Eingliederungszuschuss ist ein Zuschuss zum Bruttoarbeitsentgelt, der sich an der Minderleistung der Arbeitnehmerin/ des Arbeitnehmers orientiert (bezogen auf den konkreten Arbeitsplatz). Der Zuschuss variiert in Höhe und Dauer und ist abhängig von der Einschränkung der Arbeitsleistung. Es besteht eine Nachbeschäftigungspflicht, deren Dauer sich nach dem Förderungszeitraum richtet.

Voraussetzung:  

Beratungsgespräch und Antragstellung vor Einstellung

Gesetzestext:           § 88 SGB III

Antragsformulare:

Antrag

Hinweise zum Antrag

Anmeldung zur Sozialversicherung

Weitere Informationen finden Sie hier.

Broschüre

 

Maßnahme beim Arbeitgeber (betriebliche Maßnahme)

Was:

Sie sind sich nach dem Vorstellungsgespräch nicht sicher, ob die Bewerberin/ der Bewerber zu Ihnen passt? Maßnahmen in Ihrem Betrieb sollen helfen, die berufliche Eignung festzustellen sowie fachliche Einschränkungen zu verringern bzw. zu beseitigen. Sie begründen kein Beschäftigungsverhältnis. Die Dauer der Maßnahme richtet sich grundsätzlich nach den Inhalten und darf sechs Wochen nicht überschreiten.

Voraussetzung:

Beratungsgespräch und Antragstellung vor Maßnahmebeginn

Gesetzestext:           § 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 SGB III

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Formulare:

Anschreiben

Berichtsbogen

Erhebungsbogen

Probebeschäftigung für Menschen mit Behinderung

Was:

Eine Probebeschäftigung soll behinderten und schwerbehinderten Menschen den Einstieg oder Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern. Alle Beteiligten können in dieser Zeit die Zusammenarbeit ausprobieren. Eine Probebeschäftigung ist innerhalb eines befristeten oder unbefristeten Arbeitsverhältnisses möglich. Die Kosten für die befristete Probebeschäftigung behinderter, schwerbehinderter und ihnen gleichgestellter Menschen können bis zu einer Dauer von drei Monaten erstattet werden.

Durch die Probebeschäftigung soll die Möglichkeit zur Teilhabe am Arbeitsleben verbessert oder eine vollständige und dauerhafte Teilhabe erreicht werden.

Voraussetzung:

Beratungsgespräch und Antragstellung vor Beschäftigungsaufnahme

Gesetzestext:           § 46 SGB III

Antragsformular:    wird noch geprüft

Ausbildung/ Umschulung für Erwachsene

Sie haben eine Ausbildungsstelle zu besetzen? Sie sind auch offen für Bewerbungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die schon vor einigen Jahren die Schule abgeschlossen haben?

Aufgrund der demographischen Entwicklung reicht das Angebot an jungen heranwachsenden Menschen nicht mehr aus, um den ständig wachsenden Bedarf an gut qualifizierten Arbeitskräften zu decken. Um Sie bei der Ausbildung potentieller Fachkräfte zu unterstützen, haben das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Bundesagentur für Arbeit die Initiative „AusBILDUNG wird was“ ins Leben gerufen.

Was:

Die Initiative hat das Ziel, insbesondere junge Erwachsene ab einem Alter von 25 Jahren für eine Ausbildung oder betriebliche Umschulung zu gewinnen.

Eine betriebliche Umschulung ist eine um ein Drittel der regulären Ausbildungszeit verkürzte Ausbildung. Während der Umschulung nimmt der Umschüler am fachtheoretischen Unterricht in der Berufsschule teil.

Wir können Sie unterstützen, indem wir den Umschüler/-innen unter anderem mit folgenden Leistungen unter die Arme greifen:

  • individuelle Lernbegleitung und Vermittlung von Schlüsselqualifikationen,
  • Vorbereitung auf Zwischen- und Abschlussprüfungen,
  • Unterstützung bei den Formalitäten im Betrieb,
  • Stabilisierung der Motivation und des Durchhaltevermögens.

Voraussetzung:

Die Initiative richtet sich

an 25- bis 35-jährige Kundinnen und Kunden der Jobcenter und der Agenturen für Arbeit, die

  • keine abgeschlossene Berufsausbildung haben oder
  • schon länger nicht mehr in ihrem Ausbildungsberuf tätig waren.

Gesetzestext:           § 81 SGB III

Weitere Informationen zur Kampagne „AusBILDUNG wird was“ finden Sie hier.

Qualifizierung 25-35

Erstausbildung junger Erwachsener – Flyer für Arbeitgeber

Dass das Alter bei der Ausbildung keine Rolle spielen sollte, verdeutlicht ein Artikel (S. 4f) in diesem Newsletter der IHK für München und Oberbayern:

Ausbildung-aktuell-1-2014

Wenn Sie einen Umschulungsplatz anbieten möchten oder Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an den Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters.

Einstiegsqualifizierung

Was: 

Falls Sie noch nicht oder längere Zeit nicht mehr ausgebildet haben, können Sie Jugendliche oder junge Erwachsene im Rahmen einer Einstiegsqualifizierung (betriebliches Praktikum) an eine Ausbildung in Ihrem Betrieb heranführen und sechs bis zwölf Monate im täglichen Arbeitsprozess kennenlernen. Zielgruppen für Einstiegsqualifizierungs-Maßnahmen sind Ausbildungsbewerberinnen und -bewerber, die bis zum 30. September keine Ausbildungsstelle finden konnten sowie junge Menschen, die aktuell noch nicht in vollem Umfang für eine Ausbildung geeignet oder lernbeeinträchtigt und sozial benachteiligt sind.

Bei anschließender Ausbildung kann die Ausbildungszeit um bis zu sechs Monate verkürzt werden.

Für die Dauer der Einstiegsqualifizierung können Sie Zuschüsse zur monatlichen Vergütung zuzüglich eines pauschalierten Anteils zum durchschnittlichen Gesamtsozialversicherungsbeitrag erhalten. Näheres erfahren Sie beim Arbeitgeberservice Ihrer Agentur für Arbeit.

Für die Bestätigung der Ausbildungseignung sowie der Prüfung der Ausbildungs-/ Umschulungsverträge und der Substitution von Ausbildungsstellen sind die Kammern zuständig:

Ansprechpartner IHK: Herr Kaufmann, Telefon: 089/ 51 16 60 0

Ansprechpartner HWK: Frau Harböck, Telefon: 089/ 51 19-0

Voraussetzung:

  • Die Einstiegsqualifizierung muss auf der Grundlage eines Vertrags im Sinne des § 26 Berufsbildungsgesetz mit dem Auszubildenden durchgeführt werden, in dem die Inhalte der Einstiegsqualifizierung definiert werden – ebenso Kündigungsfristen, Vergütung und Zeugniserstellung.
  • sie muss auf einen anerkannten Ausbildungsberuf im Sinne des § 4 Abs. 1 des Berufsbildungsgesetzes, § 25 Abs. 1 Satz 1 der Handwerksordnung, des Seemannsgesetzes oder des Altenpflegegesetzes vorbereiten und
  • sie muss in Vollzeit oder wegen der Erziehung eigener Kinder oder Pflege von Familienangehörigen in Teilzeit von mindestens 20 Wochenstunden durchgeführt werden. Mindestens 70 Prozent der Qualifizierungsmaßnahme muss im Betrieb erfolgen.

Gesetzestext:           § 54a SGB III

Weitere Informationen erhalten Sie hier

Einstiegsqualifizierung

Broschüre für Arbeitgeber

Informationen der Kammern

Antragsformular:

Antrag auf eine Einstiegsqualifizierung

 

 

Weitere Informationen zu den Leistungen für Arbeitgeber erhalten Sie telefonisch unter 089/67 97 2-49 0 und auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit unter folgendem Link.