Inklusion ermöglichen

Inklusion ist ein permanenter Prozess, der von allen Mitgliedern der Gesellschaft gestaltet werden muss. Sie geschieht nicht von selbst und nicht einseitig, sie muss von allen gelebt und geleistet werden. Bitte arbeiten Sie eng mit Ihrem Jobcenter zusammen, wenn es um die Einstellung von Menschen mit Behinderung geht. Wir brauchen Sie – denn ohne Sie und Ihre Bereitschaft, Menschen mit Behinderung eine Chance zu geben, bleiben wertvolle Arbeitnehmer/-innen vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Fachstelle für berufliche Widereingliederung unter:

Telefon 089/69 33 74-10 0.

Durch die Initiative Inklusion soll auch die Beschäftigungssituation älterer schwerbehinderter und gleichgestellter behinderter Menschen ab 50 Jahren am allgemeinen Arbeitsmarkt verbessert werden. Als Arbeitgeber können Sie für jeden neu geschaffenen Arbeitsplatz und für die erstmalige Besetzung eines bereits bestehenden Arbeitsplatzes mit einem schwerbehinderten oder gleichgestellten behinderten Älteren bis zu 10.000 Euro erhalten.

Der Antrag ist vor Beginn beim Integrationsamt Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) zu stellen.

Eingliederungszuschüsse

Was:

Der Eingliederungszuschuss ist ein Zuschuss zum Bruttoarbeitsentgelt, der sich an der Minderleistung des Arbeitnehmers orientiert (bezogen auf den konkreten Arbeitsplatz). Der Zuschuss variiert in Höhe und Dauer und ist abhängig von der Einschränkung der Arbeitsleistung. Für behinderte und schwerbehinderte Menschen ist eine erweiterte, spezifische Förderung zum Ausgleich dieser Minderleistungen über eine Dauer von bis zu 24 Monaten in Höhe von bis zu 70 % des zu berücksichtigenden Arbeitsentgelts möglich – bei besonders betroffenen schwerbehinderten Menschen über 55 Jahren bis zu 96 Monate.

Voraussetzung:

Beratungsgespräch und Antragstellung vor Einstellung

Gesetzestext:           § 90 SGB III

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Broschüre für Arbeitgeber

Antragsformular:

Eingliederungszuschuss

Ausbildungszuschüsse

Was:  

Als Arbeitgeber können Sie Ausbildungszuschüsse für die betriebliche Aus- oder Weiterbildung behinderter und schwerbehinderter Menschen beantragen. Die Zuschüsse können bis zu 60 %, bei schwerbehinderten Menschen bis zu 80 %, in begründeten Ausnahmefällen bis zur Höhe der monatlichen Ausbildungsvergütung des letzten Ausbildungsjahres betragen. Bei Übernahme im Anschluss kann ein Eingliederungszuschuss von bis zu 70 % für die Dauer von einem Jahr erbracht werden, sofern während der Aus- oder Weiterbildung Zuschüsse gewährt wurden.

Voraussetzung:  

Beratungsgespräch und Antragstellung vor Ausbildungsbeginn

Gesetzestext:          § 73 SGB III

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Antragsformular:

Ausbildungszuschuss für Schwerbehinderte

Probebeschäftigung und Arbeitshilfen für behinderte Menschen

Was:   

Eine befristete Probebeschäftigung ist sinnvoll, um sicherzugehen, dass Sie und der Bewerber zueinander passen. Arbeitgebern können die Kosten bis zur Dauer von drei Monaten erstattet werden, wenn sich dadurch die Chancen für eine Einstellung verbessern.

Für eine behindertengerechte Ausgestaltung von Ausbildungs- oder Arbeitsplätzen können Sie Zuschüsse über die Agentur für Arbeit (Kontakt stellt die Fachstelle für Wiedereingliederung her) erhalten, um damit eine dauerhafte Beschäftigung zu ermöglichen oder zu sichern.

Voraussetzung:

Beratungsgespräch und Antragstellung vor Aufnahme der Probebeschäftigung bzw. Ausgestaltung des Arbeitsplatzes

Gesetzestext:          § 46 SGB III

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Antragsformular:

Arbeitgeber können eine Probebeschäftigung bei der/ dem zuständigen Arbeitsvermittler/-in formlos beantragen.

Antrag auf Arbeitshilfen

Antrag auf technische Hilfsmittel