Wohnen und Umzug

Unterkunft und Heizung

Die Kosten hierfür werden in der Höhe Ihrer tatsächlichen Aufwendungen übernommen, soweit diese angemessen sind (§22 SGB II). Bei der Landeshauptstadt München gelten die in der Tabelle dargestellten Mietobergrenzen. Wie Sie bei unangemessenen Mietkosten vorgehen müssen, erklärt Ihnen Ihre Leistungssachbearbeiterin bzw. Ihr Leistungssachbearbeiter.

Angemessene Mietobergrenzen der Landeshauptstadt München

PersonenWohnungsgröße in m²Mietobergrenze ab 01.10.2018 Bruttokaltmiete
150660 EUR
265869 EUR
3751.040 EUR
4901.172 EUR
51051.426 EUR
61201.713 EUR

Bei Haushalten mit 7 oder mehr Personen sind pro weiterer Person 15 m² und 270 € zu berücksichtigen.

Die Mietobergrenze ist für Bruttokaltmieten zugrunde zu legen. Heizungs- und Warmwasserkosten werden gesondert berücksichtigt. Eine Bruttokaltmiete besteht aus der Nettokaltmiete – also der Grundmiete ohne Betriebskosten – zuzüglich der kalten Betriebskosten. Dazu zählen alle Betriebskosten gemäß der Betriebskostenverordnung, z. B. die Kosten für Müllabfuhr, (kaltes) Wasser, Treppenhausbeleuchtung, Straßenreinigung und Grundsteuer – nicht jedoch die Kosten für die Beheizung und Warmwasseraufbereitung.

Bitte beachten Sie die Arbeitshinweise des Jobcenters zu den Kosten der Unterkunft und Heizung nach dem SGB II.

Zu allen Fragen rund um das Thema Wohnen in München berät Sie außerdem das Amt für Wohnen und Migration der Landeshauptstadt.

Falls Ihnen Wohnungslosigkeit droht, suchen wir mit Experten im Sozialbürgerhaus eine Lösung.

Umzug

Wenn Sie umziehen möchten, muss Ihre Sachbearbeiterin/ Ihr Sachbearbeiter vor Abschluss des Mietvertrages prüfen, ob der Umzug notwendig ist und die Kosten des neuen Wohnraums angemessen sind.

Zur Prüfung brauchen wir folgende Nachweise und Unterlagen:

1.) Schriftliche Begründung des Umzugsgrundes (gegebenenfalls entsprechende Nachweise, die einen wichtigen Grund belegen)

Ein wichtiger Grund liegt zum Beispiel vor, wenn:

  • durch den Umzug eine drohende oder bestehende Wohnungslosigkeit behoben wird,
  • durch den Umzug die Hilfebedürftigkeit beendet oder vermieden wird,
  • der Umzug notwendig ist, um eine tatsächlich nachgewiesene sozialversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit außerhalb des Tagespendelbereiches des bisherigen Wohnortes nach § 140 Abs. 4 SGB III (je nach Arbeitszeit 2 – 2,5 Stunden Gesamtfahrzeit) aufzunehmen oder fortzuführen.

2.) Den nicht unterschriebenen Mietvertrag oder ein Wohnungsangebot, aus dem alle Kosten, die in Zusammenhang mit der Wohnungsanmietung stehen (zum Beispiel Grundmiete, Neben- und Heizkosten, Kaution), hervorgehen.

Achtung: Sollten Sie eine Wohnung ohne Zustimmung des Jobcenters anmieten, können Ihnen erhebliche finanzielle Nachteile entstehen.