Förderung

Unterstützungsangebote für Sie

Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll die Eigenverantwortung von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten und Personen, die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft leben, stärken und dazu beitragen, dass sie ihren Lebensunterhalt unabhängig von der Grundsicherung aus eigenen Mitteln und Kräften bestreiten können. Sie soll erwerbsfähige Leistungsberechtigte bei der Aufnahme oder Beibehaltung einer Erwerbstätigkeit unterstützen.

Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wesentlichen Förderleistungen, die die Chancen auf eine Arbeitsaufnahme verbessern bzw. Integrationsfortschritte ermöglichen sollen.

Bitte besprechen Sie Ihr Anliegen mit Ihrer zuständigen Arbeitsvermittlerin bzw. Ihrem Arbeitsvermittler. Sie/ Er hilft Ihnen gerne weiter.

Ausbildung/ Umschulung

Für eine berufliche Qualifizierung ist es nie zu spät. Drei gute Gründe, die für eine Ausbildung/ Umschulung sprechen:

  • Schutz vor Arbeitslosigkeit: Menschen mit Ausbildung werden viel seltener arbeitslos als Menschen ohne Ausbildung. Die Arbeitslosenquote von Ungelernten ist drei Mail so hoch wie die von Menschen mit Ausbildung.
  • Der Verdienst ist höher: Nach einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) liegt der Verdienst bei Menschen mit Ausbildung um 242.000 Euro höher (auf die Lebenszeit gesehen).
  • Bessere Aufstiegs-/ Weiterbildungsmöglichkeiten: Mit einer Ausbildung bieten sich einem deutlich bessere Aufstiegsmöglichkeiten; auch gibt es mehr Weiterbildungsmöglichkeiten.

Was:

Wir unterstützen Sie mit einer umfassenden Beratung sowie verschiedenen Fördermöglichkeiten und -programmen. Für eine erste Information nutzen Sie KURSNET – Das Portal für berufliche Aus- und Weiterbildung.

Im Rahmen der Kampagne „AusBILDUNG wird was – Spätstarter gesucht“ möchten wir insbesondere junge Erwachsene ab einem Alter von 25 Jahren ohne Berufsabschluss für eine abschlussorientierte Qualifizierung bzw. Ausbildung oder Umschulung gewinnen.

Weitere Informationen finden Sie unter Qualifizierung nutzen.

Voraussetzung:    

Weiterbildungskosten können übernommen werden, wenn

  1. die Weiterbildung notwendig ist, um sie bei Arbeitslosigkeit beruflich einzugliedern, eine ihnen drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden oder weil bei ihnen wegen fehlenden Berufsabschlusses die Notwendigkeit der Weiterbildung anerkannt ist,
  2. die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter Sie vor Beginn der Teilnahme beraten hat und
  3. die Maßnahme und der Träger der Maßnahme für die Förderung zugelassen sind.

Gesetzestext:            § 81 SGB III

Weitere Hinweise:

Hinweise zu einer betrieblichen Einzelumschulung

Merkblatt zur Förderung der beruflichen Weiterbildung

Flyer zur Kampagne:

Erstausbildung junger Erwachsener _ Flyer Arbeitnehmer

IHK-Newsletter mit Artikeln zur Kampagne:

ausbildung-aktuell-3-2014_S. 6f

Ausbildung-aktuell-1-2014_S. 4

Coaching/ Trainings- und Vermittlungsprojekte

Sie brauchen Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche? Im Jobcenter München stehen Ihnen erfolgreiche Coaching- und Vermittlungsprojekte zur Verfügung, die Sie individuell und zielgerichtet bei Ihrem Weg zurück in den Arbeitsmarkt unterstützen.

Voraussetzung:

Bezug von Arbeitslosengeld II

Zustimmung Ihres Arbeitsvermittlers bzw. Ihrer Arbeitsvermittlerin

Gesetzestext:            § 45 SGB III

Weitere Informationen finden Sie in unserer
Broschüre „Oktopus“

 

Vermittlungsbudget

Was:  

Die Anbahnung oder Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung kann durch Leistungen aus dem Vermittlungsbudget gefördert werden. Dazu zählen insbesondere Bewerbungskosten und Kosten für erforderliche Arbeitsgeräte im Rahmen einer Arbeitsaufnahme.

Voraussetzung:   

Beratungsgespräch und Antragstellung bevor die Kosten entstehen.

Gesetzestext:             § 44 SGB III

Weitere Informationen finden Sie hier.

Eingliederungszuschuss

Was:

Zuschuss zum Arbeitsentgelt, den der Arbeitgeber erhalten kann. Voraussetzung ist, dass Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten nicht vollständig mit dem Anforderungsprofil Ihres zukünftigen Arbeitsplatzes übereinstimmen (Minderleistung) und Sie vom Arbeitgeber eingearbeitet werden müssen. Dieser Eingliederungszuschuss variiert in Höhe und Dauer. Es besteht eine Nachbeschäftigungspflicht, die sich nach dem Förderungszeitraum richtet.

Voraussetzung:  

Beratungsgespräch und Antragstellung durch Arbeitgeber vor Arbeitsaufnahme

Gesetzestext:            § 88 SGB III  (nur Leistung für Arbeitgeber)

Maßnahme beim Arbeitgeber (betriebliche Maßnahme)

Was:  

Betriebliche Maßnahmen ermöglichen Ihnen, sich auf einem konkreten Arbeitsplatz zu erproben und zu beweisen, dass Sie für die Tätigkeit geeignet sind. Betriebliche Maßnahmen begründen kein Beschäftigungsverhältnis. Die Dauer der Maßnahme richtet sich grundsätzlich nach den Inhalten und darf sechs Wochen nicht überschreiten.

Voraussetzung:

Beratungsgespräch und Antragstellung vor Arbeitsaufnahme

Gesetzestext:           § 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 SGB III

Probebeschäftigung für Menschen mit Behinderung

Was:

Eine Probebeschäftigung soll behinderten und schwerbehinderten Menschen den Einstieg oder Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern. Alle Beteiligten können in dieser Zeit die Zusammenarbeit ausprobieren. Eine befristete Probebeschäftigung ist sinnvoll, wenn sich dadurch die Chancen auf eine dauerhafte Beschäftigung verbessern. Eine Förderung ist bis zu einer Dauer von drei Monaten möglich.

Voraussetzung:

Beratungsgespräch und Antragstellung vor Beschäftigungsaufnahme.

Gesetzestext:           § 46 SGB III

Broschüre für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Anträge zu dieser Leistung erhalten Sie nach einer Beratung von Ihrer Arbeitsvermittlerin bzw. Ihrem Arbeitsvermittler.

Arbeitsgelegenheit

Arbeitsgelegenheiten sind besser als ihr Ruf – entscheidend ist, was man daraus macht.

Was:

Arbeitsgelegenheiten sind Beschäftigungen auf dem sogenannten 2. Arbeitsmarkt (öffentlich geförderte Beschäftigung) für Personen, die seit längerer Zeit arbeitslos sind.

Im Rahmen einer solchen Beschäftigung können Sie wieder wertvolle Arbeitserfahrung sammeln, im Team mit Kolleginnen und Kollegen arbeiten und Ihre Beschäftigungsfähigkeit verbessern. Es handelt sich um sinnvolle Tätigkeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern. Die Arbeitsgelegenheit kann auch mit einem Qualifizierungsanteil gekoppelt werden; ebenso stehen Ihnen Sozialpädagogen zu Seite.

Die Beschäftigung im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit ist eine Chance – entscheidend ist, was Sie daraus machen. Insbesondere für Menschen mit starken gesundheitlichen Einschränkungen, die nicht Vollzeit arbeiten können, sind Arbeitsgelegenheiten in einem geschützten Umfeld und mit besonderer Betreuung ein Weg, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Leistungen:

Während der Arbeitsgelegenheit erhält die/ der Beschäftigte folgende Leistungen:

  • Arbeitslosengeld II (wie bei Arbeitslosigkeit)
  • Aufwandspauschale (1,50 Euro pro geleisteter Arbeitsstunde, das macht bei 30 Stunde/ Woche rund 180 Euro/ Monat)

Kosten des Arbeitgebers bzw. Trägers werden unmittelbar an den Träger überwiesen.

Voraussetzung:

Arbeitsgelegenheiten kommen dann in Frage, wenn über eine längere Zeit

  • alle Anstrengungen auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gescheitert sind,
  • andere, vorrangige Förderungen nicht in Frage kommen bzw. nicht erfolgreich waren,
  • die konkrete Beschäftigung und der Erwerb von Arbeitsroutine die Integrationschancen verbessern können,
  • weitere Problemlagen wie unter anderem fehlende Ausbildung oder gesundheitliche Einschränkungen vorliegen.

Gesetzestext:          § 16 d SGB II

Besprechen Sie mit Ihrer Arbeitsvermittlerin bzw. Ihrem Arbeitsvermittler die Beschäftigung im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit. Sie bekommen von ihm/ ihr einen Vorschlag/ Zuweisung.

Antragsformular für Träger: Die Antragstellung für Träger ist umfangreich und aufwändig. Daher empfiehlt es sich, vorab Informationen über Voraussetzungen und Fördermöglichkeiten bei den zuständigen Mitarbeiter/-innen des Jobcenters einzuholen.

E-Mail: Jobcenter-Muenchen.Bereich-MI-Traegerleistungen@jobcenter-ge.de

Diese Grafik veranschaulicht den Ablauf einer Arbeitsgelegenheit. Dieses Schaubild informiert Sie über die Aspekte des Begriffs Beschäftigungsfähigkeit.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Sozialen Betriebe in München bieten Arbeitsgelegenheiten an.

 

Förderung von Arbeitsverhältnissen

Was:

Ziel der Förderung von Arbeitsverhältnissen ist es, langzeitarbeitslosen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, denen ohne diese besondere Form der Förderung der allgemeine Arbeitsmarkt verschlossen ist, eine Chance auf Beschäftigung zu geben. Die Arbeitnehmer/-innen werden vom Jobcenter zugewiesen. Arbeitgeber können für maximal 24 Monate einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt erhalten. Der Zuschuss richtet sich nach der Leistungsfähigkeit des Langzeitarbeitslosen und kann maximal 75% des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgelts betragen.

Innerhalb dieser zwei Jahre soll die Beschäftigungsfähigkeit so wiederhergestellt und gestärkt werden, dass schrittweise – eventuell auch über andere Förderungen – der Einstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt möglich ist. Das Beschäftigungsverhältnis ist sozialversicherungspflichtig (außer zur Arbeitslosenversicherung, das heißt es wird kein neuer Arbeitslosgengeld I-Anspruch erworben)

Aspekte des Begriffs Beschäftigungsfähigkeit.

Auskunft dazu gibt auch dieser Forschungsbericht.

Voraussetzung:

  • Die Arbeitnehmerin/ der Arbeitnehmer ist langzeitarbeitslos und alle Integrationsbemühungen in den vergangenen sechs Monaten waren erfolglos,
  • keine vorrangige Förderleistung (z.B. medizinische oder berufliche Rehabilitation) greift und ohne diese Förderung wäre eine Integration auch mittelfristig nicht möglich.

Gesetzestext:           § 16e SGB II

Antragstellung: Anträge zu dieser Leistung werden nach vorangegangener Beratung von Ihrer Arbeitsvermittlerin bzw. Ihrem Arbeitsvermittler ausgegeben.

Arbeitgeber erhalten Informationen unter

E-Mail: Jobcenter-Muenchen.Bereich-MI-Traegerleistungen@jobcenter-ge.de

Weitere Informationen finden Sie hier.